25 Jahre August-Gottschalk-Haus - Ehrengast Siegfried Weinthal

Am 19. Juli 2015 hat das August-Gottschalk-Haus sein 25-jähriges Bestehen gefeiert. Zu diesem Anlass waren neben vielen Ehrengästen auch der 1929 in Esens geborene Jude Siegfried Weinthal aus Rochester/NY und sein Neffe Benjamin Weinthal aus Berlin angereist.

Rundgang durch das Jüdische Esens

Mit dem iPhone, iPod touch oder iPad durch Esens. Unsere App bietet einen Rundgang zu Orten jüdischer Vergangenheit in der Stadt Esens. Der Schwerpunkt liegt auf Wohn- und Geschäftshäusern, die ursprünglich jüdische Inhaber oder Bewohner gehabt haben. Natürlich erhalten Sie auch Informationen über die ehemalige Synagoge, das frühere jüdische Gemeindehaus sowie den Friedhof der jüdischen Gemeinde. Ein Stadtplan führt Sie durch Esens, Bilder zeigen teilweise historische Ansichten. Texte und Tondokumente erzählen über die Orte jüdischer Geschichte bis 1940.

Den Rundgang können Sie während der Öffnungszeiten des Museums gegen ein Pfand ausleihen.

Ludwig Levy - ein Esenser Jude im Interview

Dezember 1936: Der frisch vermählte Ludwig Levy, ein junger jüdischer Viehhändler aus Esens, wandert mit seinen beiden Brüdern über Hamburg nach Ecuador aus. Wie er seine Kindheit und Jugend in seiner Heimatstadt verbracht hat, warum er bereits 1937 wieder nach Europa zurückkehrt und auf welchen Irrwegen er und seine Frau Hannah der Deportation entkommen, erzählt er Schülern der Carl-Gittermann-Realschule in Esens in einem Interview.

Das Interview basiert auf den Aufzeichnungen, die die Journalistin Rachel Stern in jahrelangen Interviews mit Ludwig Levy zusammengetragen hat. Levy wird gesprochen von Wilhelm Engelken. Der Text ist mit Bildmaterial unterlegt, teilweise aus dem Nachlass Ludwig Levys.

Im August-Gottschalk-Haus können Sie während der Öffnungszeiten ein Gerät ausleihen, um die spannende Geschichte des Esenser Viehhändlers Ludwig Levy zu hören und anzusehen. Für das Apple iPhone, iPod oder iPad können Sie das Interview demnächst wieder hier herunterladen. Zurzeit befindet sich die App in der Überarbeitung. Wir bitten um Ihr Verständnis.

August Gottschalk

Wer war August Gottschalk?

August Gottschalk wurde am 28. Oktober 1870 in Niederheide (Kreis Geilenkirchen) geboren. Nach Abschluss seiner Ausbildung war er einige Jahre lang in Xanten am Niederrhein als jüdischer Lehrer tätig. 1895 nahm August Gottschalk seine Arbeit an der jüdischen Volksschule in Esens auf. Als kleine Gemeinde konnten sich die Esenser Juden nur einen Kultusbeamten leisten und so musste der junge Gottschalk neben seinem Lehramt auch noch die Funktionen des Vorbeters und Schächters übernehmen. Zudem arbeitete er gemeinsam mit seinen christlichen Kollegen aktiv in der "Freien Lehrerkonferenz" zu Esens mit.

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Gedenkstätte

Seit seiner Gründungverfolgt der Ökumenische Arbeitskreis Juden und Christen in Esens nicht nur den Erhalt und die Betreuung der ehemals jüdischen Volksschule mit dem jüdischen Museum. Laut Satzung betreibt er mit dem August-Gottschalk-Haus und regelmäßigen Veranstaltungen eine Gedenkstätte, mit der an den Holocaust erinnert wird.

Dazu gehören die Gedenkstunden am 9.November jeden Jahres, bei dem eine Veranstaltung im August-Gottschalk-Haus oder vor dem Gebäude, gleich in der Nähe der ehemaligen Synagoge an der Burgstraße, stattfindet. Hier, direkt an der Straße, hat der Verein „Ökumenischer Arbeitskreis“ auch einen Gedenkstein aufstellen lassen.

 

Aber auch zum Holocaust-Gedenktag bietet der Ökumenische Arbeitskreis eine Veranstaltung sowie für Mitglieder und Interessierte Besuche jüdischer Einrichtungen, Vorträge, Konzerte sowie Kontaktpflege mit Esenser Juden und ihren Nachkommen.

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