Jüdische Wohn- und Geschäftshäuser in Esens

 

Jüdische Wohn- und Geschäftshäuser

Rundgang

1.

Westerstraße Nr. 11 (früher Nr. 64/55) Viehhändler und Vorsteher der jüdischen Gemeinde, Simon Weinthal (1873 – 1938) und Ehefrau Adele geb. Wagner (1862 – 1929)

2.

Neustädter Straße Nr. 8 (früher Nr. 23/24) Wohnhaus des Trödlers Isidor Reinthal, Aufnahme 1981, kurz danach Abbruch

3.

Neustädter Wall Nr. 11 (früher 118), Wohnhaus des Viehhändlers Josef Driels mit seiner Familie

4.

Am Markt Nr. 81/82, zweites Haus von rechts (Mitte links); Wohn- und Geschäftshaus von Julius Frank, später Louis Oppenheimer (Firma ,,J. Frank Wwe. & Co.“); das Gebäude wurde abgerissen und durch den Rathausanbau ersetzt; Aufnahme ca. 1910.

5.

Butterstraße

6.

Jücherstraße Nr. 10 (früher Nr. 15) (Mitte rechts); Wohnhaus des Schlachters Josef Weinberg. Steinstraße Nr. ? (unten links); im dritten Haus von links wohnte der Schlachter und Viehhändler Karl Weinthal. Das Haus wurde abgerissen; an seiner Stelle entstand ein Neubau; Aufnahme ca. 1920

7.

Steinstraße

8.

Schulhaus und Lehrerwohnung August Gottschalk

9.

Die Synagoge an der Burgstraße, gebaut 1890 (?)

10.

Graftegge Nr. 4 (unten rechts); Wohn- und Geschäftshaus des Viehhändlers und Schlachters Bernhard Levy; heute durch Umbauten stark verändert (Steinstraße Nr. 27).

11.

Herrenwall Nr. 127 (oben links); dieses Haus gehörte dem Pferdehändler Siegfried Herz, der es zusammen mit seiner Familie und mehreren Mietparteien bewohnte. In den dreißiger Jahren war es ein Ferienheim für jüdische Kinder und wurde dann Arbeitsdienstlager. Beim Bombenangriff auf Esens am 27. September 1943 wurde dieses Gebäude zerstört.

12.

Herdestraße Nr. 20 (früher Nr. 27) (oben rechts). Dieses Bild zeigt die Herdestraße um 1930 mit dem Wohnhaus der Familie Wolff (links).

13.

Herdetor Nr. 36 (früher Nr. 137) (Mitte links), Wohn- und Geschäftshaus der „Geschwister Weinthal“. Das Manufakturwarengeschäft wurde von Ernst Schiff und Minna geb. Weinthal geführt; Aufnahme 1981.

14.

Molkereistraße Nr. 11 (früher Nr. 96) (Mitte rechts); in diesem Hause wohnten die Viehhändler Artur und Hugo Levy mit ihren Familien.

15.

Molkereistraße

16.

Herdetor Nr. 33 (früher Nr. 102) (unten links); Wohnhaus der Familie Samuel Weinthal, Geburtshaus der Geschwister Weinthal; rechts ist das Schlacht- und Lagerhaus Samuel Weinthals zu erkennen; Aufnahme ca. 1982.

17.

Herdetor Nr. 83/84 (unten rechts); hier wohnte der Viehhändler Louis Weinthal mit seiner Familie. Das Haus wurde beim Bombenangriff auf Esens am 27. September 1943 zerstört (Gemälde von W. Dassler, 1928, im Besitz der Stadt Esens).

18.

Friedhof der jüdischen Gemeinde

Zerstörte Grabsteine (oben); in der „Kristallnacht" (9./10. November 1938) brannte nicht nur die Synagoge in der Burgstraße völlig aus. Im Zusammenhang mit diesem Geschehen steht auch die Schändung des jüdischen Friedhofs, von dem außer wenigen Grabsteinen nur noch Trümmer übrigblieben.

 

Erläuterung zur KARTE:

Standorte der jüdischen Gemeinde-Institutionen sowie Wohn- und Geschäftshäuser der Eseser Juden gegen Ende der 1920er/ Anfang der 1930er Jahre.